Die beste App zum Japanisch lernen: ein ehrlicher Vergleich

Neun Apps verglichen nach Gratisangebot, Kanji, Grammatik und Preis, dazu das Schriftproblem, das darüber entscheidet, ob eine davon bei dir funktioniert.

By glot.space·

Was ist die beste App zum Japanisch lernen?

Die beste App zum Japanisch lernen hängt davon ab, vor welcher Wand du gerade stehst. WaniKani ist der stärkste Kanji-Trainer, Bunpro drillt Grammatik, Anki hält Vokabeln fest und Duolingo baut die tägliche Gewohnheit. Renshuu macht von allem ein bisschen, kostenlos. Keine App bringt dich allein bis zum Gespräch, plane also mit einer Kombi aus zwei oder drei. Ein Punkt vorweg: Die meisten dieser Werkzeuge gibt es nur auf Englisch.

Warum es die eine beste App zum Japanisch lernen nicht gibt

Japanisch verlangt vier getrennte Dinge von dir, und jede App auf dieser Seite ist für eines oder zwei davon gebaut. Du brauchst die Schrift (zwei Silbenschriften, dann die Kanji), Grammatik, Vokabeln in Menge und irgendwann deine eigene Stimme.

Spanisch oder Italienisch verzeihen dir dabei fast alles. Eine einzige Kurs-App trägt dich weit, weil das Alphabet längst deins ist. Japanisch erlaubt diese Abkürzung nicht. Die App, die Kanji perfekt macht, ignoriert Grammatik. Die App, die Grammatik wunderbar erklärt, lässt dich nie üben. Diese Lücken sind das, was passiert, wenn man ein Schriftsystem, eine Grammatik und eine gesprochene Sprache in Stücke schneidet, die klein genug für ein Handy sind.

Die ehrliche Frage lautet also nicht, welche App gewinnt, sondern welche zwei oder drei alle vier Aufgaben für das wenigste Geld abdecken. Alles unten stammt von der Website des jeweiligen Anbieters, geprüft im Juli 2026, und Preise bewegen sich: Lies sie als Form des Angebots, nicht als Kostenvoranschlag.

AppWas sie wirklich ist
WaniKaniKanji- und Vokabeltrainer, gebaut auf Radikalen und Eselsbrücken
BunproGrammatik-Wiederholungssystem, nach JLPT-Stufen sortiert
AnkiKarteikarten mit Spaced Repetition, die du selbst befüllst
DuolingoSpielerischer Lernpfad rund um die Serie gebaut
LingoDeerAnfängerkurs, zuerst für asiatische Sprachen geschrieben
RenshuuKostenloser Allrounder: Kanji, Grammatik, Vokabeln, Quiz
Human JapaneseEin Buch zum Lesen, mit Audio und animierten Kana
PimsleurReiner Audiokurs zum Lautsprechen
italkiMarktplatz für menschliche Lehrkräfte

Die letzte ist keine App im Sinne der anderen, aber sie stopft genau das Loch, das alle darüber hinterlassen.

Einen Punkt lassen englischsprachige Vergleiche gern weg: Die meisten dieser Werkzeuge gibt es nur auf Englisch. Duolingo hat Japanisch Ende April 2025 für alle 28 Oberflächensprachen freigeschaltet, du kannst den Kurs also auf Deutsch machen, und LingoDeer bietet ebenfalls eine deutsche Oberfläche. Ankis Oberfläche ist übersetzt, aber der Kartenstapel, den für Japanisch alle empfehlen, ist englisch beschriftet. WaniKani, Bunpro, Renshuu und Human Japanese gibt es ausschließlich auf Englisch, und Pimsleur unterrichtet Japanisch auf Englisch. Bei italki filterst du als Einziges nach gesprochener Sprache: eine Lehrkraft zu finden, die dir eine Partikel auf Deutsch erklärt, ist problemlos machbar. Wenn dein Englisch wacklig ist, sortiert das die Liste neu, bevor überhaupt über Preise geredet wurde.

Das Schriftproblem, das die meisten Japanisch-App-Listen überspringen

Hier trennt sich eine Japanisch-App von einer Spanisch-App. Japanisch lässt drei Schriftsysteme gleichzeitig laufen, innerhalb desselben Satzes, und es gibt ein viertes, das rein für Ausländer gemacht ist und dich leise ausbremsen wird.

SchriftAuf JapanischWofür sie da ist
Hiraganaひらがな (平仮名)Grammatik, Endungen, japanischstämmige Wörter
Katakanaカタカナ (片仮名)Lehnwörter, Namen, Betonung
Kanji漢字Bedeutungstragende Zeichen, aus dem Chinesischen entlehnt
RōmajiLateinische BuchstabenEin Gerüst für Lernende, kein echtes Japanisch

Hiragana und Katakana haben je 46 Grundzeichen, und die meisten Leute lesen beide innerhalb von zwei Wochen. Kanji ist das lange Spiel. Die Jōyō-Liste, also der Satz, der in Japan als Alltagsalphabetisierung gilt, umfasst 2.136 Zeichen und wurde zuletzt am 30. November 2010 überarbeitet.

Jetzt der Teil, der über alles entscheidet. Japanisch wird normalerweise ohne Leerzeichen zwischen den Wörtern geschrieben. Die Kanji erledigen die Arbeit, die im Deutschen die Leerzeichen machen: Sie zerhacken den Satz in optischeブロック, die dein Auge greifen kann. Ein Text nur aus Kana ist deshalb schwerer zu lesen als einer mit Kanji darin, also genau das Gegenteil von dem, was jeder Anfänger annimmt.

Deshalb sind Rōmaji eine Falle und keine Freundlichkeit. Zeigt eine App lateinische Buchstaben neben dem Japanischen, nimmt dein Auge jedes Mal diese Straße, umsonst, für immer. Ein halbes Jahr später hast du eine 200-Tage-Serie und kannst noch immer keine Speisekarte lesen. Für dich kommt eine deutsche Eigenheit dazu: „ei“ und „ie“ liest du reflexhaft als [ai] und [i:], obwohl in Rōmaji jeder Vokal einzeln gilt — sensei sind vier Silben, nicht „sen-sai“. Dein z hingegen trifft das japanische tsu ziemlich genau, und dein j passt auf ya, yu, yo besser als das englische. Lern die Kana in Woche eins, schalte Rōmaji ab, wo es geht, und akzeptiere zwei Wochen, in denen du dich langsam fühlst.

Beurteile jede App also an einer Frage: Lässt sie dich auf Rōmaji sitzen bleiben? Human Japanese und Renshuu bringen dir die Kana richtig bei und schieben dich darüber hinaus. WaniKani setzt voraus, dass du die Kana beim Ankommen schon liest, und drückt dir stattdessen ein Kanji-System in die Hand. Pimsleur ist Audio zuerst, behandle es also als Sprechwerkzeug und hol dir das Lesen woanders. Duolingo bringt dir beide Silbenschriften tatsächlich bei und führt dann Kanji ein, ohne viel System dahinter.

Fang mit unserer Hiragana-Tabelle und der Katakana-Tabelle an, die je alle 46 Zeichen mit Lauten und Beispielwörtern abdecken. Wenn du unsicher bist, welche Schrift was macht, klärt Hiragana oder Katakana die Sache.

Die Kanji- und Grammatikmotoren: WaniKani, Bunpro und Anki

Diese drei sind keine Kurse. Sie sind Maschinen, die Dinge in deinem Kopf halten, und ernsthaft Lernende lassen am Ende eine davon unter dem Kurs mitlaufen, den sie sonst benutzen.

WaniKani

Der wirksamste Kanji-Trainer, den es gibt, und der Grund, warum viele Leute endlich an der Wand vorbeikommen. Er lehrt zuerst die Radikale, baut daraus mit Eselsbrücken die Kanji und hängt dann Vokabeln dran, um die Lesungen festzuzurren. Die eigene Startseite verspricht 2.000 Kanji und 6.000 Vokabeln in etwas mehr als einem Jahr.

Bis Stufe 4 ist er kostenlos, was WaniKani auf rund 100 Kanji, 200 Vokabeln und 55 % der für JLPT N5 nötigen Kanji schätzt. Danach kostet er 9,00 $ im Monat, 89,00 $ im Jahr oder einmalig 299,00 $ für den Lifetime-Zugang.

Der Haken ist echt. Keine Grammatik, kein Hörverstehen, und eine feste Reihenfolge, die du nicht ändern kannst: Die Kanji aus dem Buch, das du lesen willst, liegen womöglich 40 Stufen entfernt. Lass zehn Tage aus, und du kommst zu einem Wiederholungsberg zurück, der dir die Woche auffrisst.

Eins noch für dich: Alles darin ist Englisch, und die Eselsbrücken sind auf englischen Wörtern gebaut. Ohne bequemes Englisch verliert das Werkzeug einen guten Teil dessen, was es wirksam macht.

Bunpro

Bunpro macht für Grammatik das, was WaniKani für Kanji macht. Jeder Punkt läuft in einem Spaced-Repetition-Plan, und du produzierst die Form selbst, statt sie aus einer Liste zu wählen. Die Grammatikbibliothek ist nach JLPT-Stufen ab N5 sortiert, passt also auf ein Lehrbuch oder einen Prüfungstermin.

Es gibt eine Gratisstufe, die die Seite „Free Forever!“ nennt, mit begrenztem Zugang zu Grammatik, Vokabeln und Lesetexten, und jedes neue Konto bekommt 30 Tage Premium zum Testen, ohne Kreditkarte. Premium kostet 5 $ im Monat oder einmalig 150 $ auf Lebenszeit.

Der Haken: Es ist zuerst ein Wiederholungssystem und erst danach ein Erklärer. Triffst du einen Grammatikpunkt zum ersten Mal in Bunpro, prüft es dich darauf, statt ihn dir geduldig beizubringen. Es setzt außerdem voraus, dass du Kana und eine ordentliche Menge Kanji schon liest. Hervorragende zweite App, schlechte erste. Rechne noch das reine Englisch dazu, und der zweite Platz steht fest.

Anki

Anki beschreibt sich selbst als Karteikartenprogramm, das dir hilft, mehr Zeit mit schwierigem Material zu verbringen und weniger mit dem, was du schon kannst. Das stimmt und klingt genauso spannend, wie es ist. Es ist auf Windows, macOS, Linux und Android kostenlos und kostet einmalig 24,99 $ für die App auf iPhone und iPad.

Für Japanisch ist der übliche Startpunkt der kostenlose Kartenstapel Kaishi 1.5k: 1.500 Anfängerwörter, jede Karte zeigt das Wort mit Furigana in einem echten Satz, mit Audio für beides. Er liegt auf AnkiWeb und auf seiner GitHub-Seite.

Der Haken: Anki bringt dir von sich aus nichts bei. Es hält nur, was du woanders getroffen hast, und die Oberfläche hat den Charme einer Steuererklärung. Wenn zehn Minuten graue Karteikarten unerträglich klingen, macht Renshuu eine freundlichere Version davon.

Ein stiller Vorteil für dich: Es ist das einzige Werkzeug auf dieser Seite, dessen Inhalt du selbst herstellst. Die Übersetzungen im Kaishi-Stapel sind englisch, aber nichts hindert dich daran, eigene Karten mit Deutsch auf der Rückseite zu bauen. Das kostet eine halbe Stunde Einrichtung und erledigt die Sprachfrage dauerhaft.

Die Kurs-Apps: Duolingo, LingoDeer, Renshuu, Human Japanese und Pimsleur

Duolingo

Immer noch die beste App für das, worin sie wirklich gut ist: dich dazu zu bringen, sie morgen wieder aufzumachen. Der Japanischkurs bringt dir beide Silbenschriften bei, das Gratisangebot ist ein echter Kurs und keine Demo, und für einen nervösen Anfänger zählt das. Auf Deutsch gibt es den Kurs, seit Duolingo seine sieben gefragtesten Sprachen Ende April 2025 für alle 28 Oberflächensprachen geöffnet hat.

Seine Schwächen treffen bei Japanisch härter als bei Spanisch. Kanji tauchen ohne System zum Bauen und Behalten auf, und Grammatik kommt durch Ableiten, was bei einer Sprache schlecht funktioniert, deren Wortstellung und Partikel im Deutschen keine direkte Entsprechung haben. Nutz es als Gewohnheitsbauer und leg etwas Strukturiertes darunter. Unser voller Test zu Duolingo Japanisch geht den Kurs Einheit für Einheit durch.

LingoDeer

LingoDeer wurde für Japanisch, Koreanisch und Chinesisch gebaut, bevor europäische Sprachen dazukamen, und das merkt man. Grammatiknotizen stehen neben den Lektionen, statt zurückgehalten zu werden, und die Sätze respektieren, wie Japanisch tatsächlich zusammengesetzt wird.

Die eigene Preisseite listet 14,99 $ im Monat, 39,99 $ im Quartal und 95,99 $ im Jahr (heruntergesetzt von 159,99 $), dazu einmalige Mehrjahrespakete. Diese Seite bewirbt keine dauerhafte Gratisstufe, plane also mit einem Abo.

Es ist außerdem neben Duolingo die einzige Kurs-App hier mit deutscher Oberfläche. Für Anfängerinnen und Anfänger, die keine Lust haben, eine Sprache durch eine andere zu lernen, wiegt das mehr als zwei Funktionspunkte.

Renshuu

Das großzügigste kostenlose Ding auf dieser Seite und die Antwort, wenn dein Budget null ist. Renshuu deckt Kanji, Vokabeln, Grammatik und Sätze ab, filterbar nach JLPT-Stufe von N5 bis N1, mit fertigen Lektionspaketen passend zu Lehrbüchern wie Genki. Es prüft dich in mehreren Formaten, läuft auf iOS und Android und packt das Ganze in einen Garten, den ein Maskottchen namens Kao-chan pflegt.

Der Haken ist die Oberfläche, am ersten Tag dicht genug, um einzuschüchtern, und es gibt sie nur auf Englisch. Eine optionale Pro-Stufe legt Extras wie Hörfragen und Details zum Tonhöhenakzent obendrauf, aber das Kernsystem ist kostenlos und nicht beschnitten.

Human Japanese

Human Japanese liest sich wie ein geduldiges Buch statt wie ein Spiel, und genau das ist der Punkt. Es startet bei absolut null mit Aussprache, Schrift, Grammatik und Kultur, arbeitet unterwegs mit animierten Kana und Kanji-Quiz, verteilt auf einen Anfänger- und einen Mittelstufenband.

Die ersten acht Kapitel sind kostenlos, laut Anbieter „ohne Kreditkarte, ohne Tricks, ohne Zeitlimit“. Danach ist es ein Abo: 5 $ im Monat oder 49 $ im Jahr, oder 9 $ im Monat und 89 $ im Jahr im Paket mit Satori Reader für gestufte Lektüre.

Der Haken: Es erklärt wunderschön und lässt wenig üben. Du wirst es beenden und viel Japanisch verstehen, während du sehr wenig produzierst. Kombiniere es mit Anki oder Renshuu. Und beachte: Es ist ein Buch, auf Englisch. Von allen Werkzeugen hier verlangt es das höchste Englischniveau, weil alles über das Lesen läuft.

Pimsleur

Eine halbe Stunde Audio am Stück, und das einzige Werkzeug hier, das dich zwingt, einen japanischen Satz laut aus dem Gedächtnis zu bauen, bevor es dir die Antwort gibt. Für Aussprache und für den ganz speziellen Schrecken des Sprechens kommt nichts auf dieser Liste auch nur in die Nähe.

Der Haken steht im Format. Da es Audio zuerst ist, macht es dich nicht lesefähig, und seine Tarife ändern sich genug, dass du die aktuellen Preise besser auf der Anbieterseite prüfst, statt einer Zahl in einem Artikel zu trauen. Es gibt eine kostenlose Lektion und 30 Tage Geld-zurück-Garantie. Wichtig hier: Der Japanischkurs wird auf Englisch unterrichtet, dein Ohr arbeitet also in zwei Fremdsprachen gleichzeitig.

italki

Ein Marktplatz statt einer App, auf dem Lehrkräfte ihre Preise selbst setzen und du direkt buchst. Die Japanisch-Seite nennt Stundenpreise von typischerweise 15 bis 60 $, eine 30-Minuten-Stunde meist zwischen 3 und 10 $. Professionelle Lehrkräfte sind zertifiziert und kommen mit strukturiertem Material. Community-Tutoren sind Muttersprachler oder fließende Sprecher, die günstiger Konversation üben.

Es ist zugleich der Notausgang aus allem oben: Du filterst nach gesprochener Sprache, eine deutschsprachige Japanischlehrkraft ist also in ein paar Klicks gefunden. Ein Gespräch von dreißig Minuten alle zwei Wochen bringt deinem Japanisch mehr als eine dritte App. Buch es, bevor du dich bereit fühlst, denn bereit fühlst du dich nicht.

Japanisch lernen: die beste App für jedes Ziel

Wähle nach deinem Engpass, nicht nach Sternebewertungen.

Bester Start für Anfänger: LingoDeer oder Human Japanese, je nachdem, ob du einen geführten Pfad oder eine gute Erklärung willst. Keine von beiden wird die letzte App sein, die du benutzt, und das ist in Ordnung. Wenn dich Englisch bremst, gewinnt LingoDeer klar: Es ist das einzige der beiden mit deutscher Oberfläche.

Beste kostenlose App zum Japanisch lernen: Renshuu. Es ist das einzige kostenlose Werkzeug hier, das Schrift, Grammatik und Vokabeln an einem Ort abdeckt, ohne den Kern zu deckeln. Anki ist ebenfalls kostenlos und hält mehr, während Duolingos Gratisstufe einen anderen Preis gewinnt: die beste kostenlose Gewohnheit, und das auf Deutsch.

Am besten für Kanji: WaniKani, und das Rennen ist nicht knapp. Die kostenlose Alternative ist Anki mit einem Kanji-Stapel plus Renshuus Kanji-Werkzeugen, was nichts kostet und deutlich mehr von dir verlangt. In beiden Fällen: Plane damit, auf Englisch zu arbeiten.

Am besten für Grammatik: Bunpro, um sie zu behalten, Human Japanese, um sie beim ersten Mal zu verstehen, LingoDeer, wenn du sie innerhalb eines Kurses und auf Deutsch willst.

Am besten fürs Sprechen: italki, und dort bekommst du im Zweifel auch die Erklärung auf Deutsch. Unter den eigentlichen Apps Pimsleur, weil es dich unter leichtem Zeitdruck ganze Sätze laut produzieren lässt. KI-Gesprächsfunktionen helfen gegen die Nerven und gar nichts gegen die Stille, nachdem ein echter Mensch dich etwas gefragt hat.

Am besten für die JLPT-Vorbereitung: Bunpro und Renshuu, die beide alles nach Stufe von N5 bis N1 sortieren, sodass du genau das lernst, was die Prüfung abdeckt.

Es gibt also keine einzelne beste Japanisch-App, nur das beste Paar für die Lücke, die vor dir liegt.

Eine 3er-Kombi, und was dir keine App abnimmt

Eine App für Schrift und Kanji, eine für Grammatik, ein Mensch für den Output. Das ist das ganze Rezept.

Die kostenlose Kombi: Renshuu für Schrift, Grammatik und Vokabeln, Anki mit dem Kaishi-1.5k-Stapel fürs Behalten, und alle zwei Wochen ein italki-Gespräch. Nur das Letzte kostet etwas.

Die bezahlte Standardkombi: WaniKani für Kanji, Bunpro für Grammatik, italki fürs Sprechen. Hier landen viele Lernende auf Mittelstufe still und leise, und es funktioniert. Sei dir nur im Klaren: Die ersten beiden laufen auf Englisch.

Die deutschsprachige Kombi, wenn du nicht eine Sprache durch eine andere lernen willst: LingoDeer für den Kurs, unsere Kana-Tabellen für die Schrift, Anki mit eigenen deutschen Karten fürs Gedächtnis, und auf italki eine Lehrkraft, die Deutsch spricht. Du verlierst den besten Kanji-Trainer am Markt und gewinnst, nie zweimal übersetzen zu müssen.

Monat eins bei null: Human Japanese oder LingoDeer für den Kurs, unsere Kana-Tabellen für die Schrift, und Duolingo nur, wenn du eine Serie brauchst, um überhaupt aufzutauchen.

Fünf Stunden pro Woche, so aufgeteilt:

TagDauerWas du machst
Montag30 Min.Kanji-Wiederholungen, dazu eine Kurslektion
Dienstag45 Min.Grammatikwiederholungen und ein neuer Grammatikpunkt
Mittwoch30 Min.Kanji-Wiederholungen, dazu 10 Vokabelkarten
Donnerstag45 Min.Kurslektion, 5 Wörter in deinen Stapel
Freitag30 Min.Tutorgespräch, oder Shadowing, wenn du noch nicht so weit bist
Samstag60 Min.Lies etwas Echtes: Manga, einfache Nachrichten, ein Spielmenü
Sonntag60 Min.Wiederholungen, dann ein Ruhetag (nimm den Ruhetag)

Jetzt der ehrliche Teil. Jede App hier trainiert Wiedererkennen unter perfekten Bedingungen: sauberes Audio, ein Sprecher, ein Thema, auf das du vorbereitet wurdest, unbegrenzte Denkzeit. Japanisch in der Welt ist eine Bahnhofsdurchsage, drei Freunde, die durcheinanderreden, und ein handgeschriebenes Schild.

Eine gute Nachricht gibt es allerdings, und englischsprachige Listen erzählen sie dir nicht, weil sie für ihr Publikum nicht stimmt. Der Satz, japanische Grammatik laufe in einer Reihenfolge, auf die dich nichts vorbereitet hat, gilt für Englischsprechende härter als für dich. Das Verb am Satzende kennst du aus jedem Nebensatz mit „weil“ oder „dass“. Dass die Rolle eines Wortes markiert wird und nicht bloß aus seiner Position folgt, kennst du aus Akkusativ und Dativ, und genau das tun die Partikel を und に. Und für Wörtchen wie „doch“, „mal“ oder „ja“, die einem Satz eine Haltung geben, hat Japanisch mit ね und よ direkte Verwandte, während Englisch dafür kaum etwas hat. Japanisch bleibt schwer, aber die Grammatik ist nicht der Teil, vor dem du besonders Angst haben müsstest.

Die Rechnung ist trotzdem nicht freundlich, und keine App schreibt sie um. Diese 2.136 Jōyō-Kanji bei 20 neuen Zeichen pro Woche sind ungefähr zwei Jahre, und das ist vor den Wörtern, die sie buchstabieren. Was die Zahl bewegt, ist Menge: Dinge lesen, die du halb verstehst, jeden Tag, länger als es sich vernünftig anfühlt.

Ergänze also die drei Dinge, die dir deine Apps nicht geben. Echtes Japanisch lesen, anfangs schlecht, beginnend mit gestuftem Material. Hören mit Muttersprachlertempo, also Serien und Podcasts statt App-Audio. Und ein Mensch, der antwortet, und sei es eine Viertelstunde alle zwei Wochen.

Unsere kostenlosen Japanischlektionen fangen mit den Kana und den Zahlen an, was die richtige erste Woche ist. Das ganze Feld, auf einem Bildschirm, steht unten.

Japanisch-Apps im Vergleich: Kosten, Gratisangebot und der ehrliche Haken

WaniKaniBunproAnkiDuolingoLingoDeerRenshuuHuman JapanesePimsleuritalki
Wirklich gut inKanji, der Reihe nachGrammatikwiederholungVokabeln behaltenTäglich auftauchenEin strukturierter StartKostenlos alles lernenDinge erklärenLaut sprechenEchtes Gespräch
Bringt die Schrift beiNur KanjiSache deines StapelsKana ja, Kanji schwachAudio zuerstWenn du fragst
Was das Gratisangebot taugtStufen 1 bis 3Gratis für immer, begrenztGratis außer auf iOSVoller Kurs, mit WerbungKeines beworbenKern ist gratisErste 8 KapitelEine Gratislektion
Ungefährer Preis9 $/Monat, 299 $ Lifetime5 $/Monat, 150 $ LifetimeGratis, 24,99 $ auf iOSGratis oder Abo14,99 $/Monat, 95,99 $/JahrGratis, Pro optional5 $/Monat oder 49 $/JahrAbo15 bis 60 $ pro Stunde
Der ehrliche HakenÜberhaupt keine GrammatikWiederholt mehr, als es lehrtDu baust es selbstKanji ohne SystemDu wächst darüber hinausDichte OberflächeWenig ÜbungLässt dich als Analphabet zurückKostet echtes Geld

Kurz gesagt: die Wahl deiner Japanisch-App

  • Es gibt keinen einzelnen Sieger

    Japanisch braucht vier Dinge: Schrift, Grammatik, Vokabeln und Sprechen. Jede App deckt eines oder zwei davon ab. Kombiniere zwei, und du schließt eine Lücke, die eine allein nie schließt.

  • Kana zuerst, Rōmaji nie

    Lern alle 46 Hiragana und 46 Katakana in deinen ersten zwei Wochen, dann schalte Rōmaji ab. Japanisch hat keine Leerzeichen zwischen den Wörtern, deshalb machen erst die Kanji einen Text lesbar.

  • Die Grammatik ist dir näher, als englische Listen glauben

    Verb am Ende kennst du aus jedem Nebensatz, markierte Rollen aus Akkusativ und Dativ, und für „doch“ und „mal“ hat Japanisch ね und よ. Der Schrecken in englischen Vergleichen ist für ihr Publikum geschrieben, nicht für dich.

  • Die Standardwahl

    WaniKani für Kanji, Bunpro für Grammatik, Anki fürs Behalten, Renshuu für kostenlose Abdeckung, Duolingo für die Gewohnheit, Pimsleur fürs Lautsprechen, italki fürs echte Gespräch.

  • Nicht alles gibt es auf Deutsch

    Duolingo und LingoDeer haben eine deutsche Oberfläche. WaniKani, Bunpro, Renshuu und Human Japanese gibt es nur auf Englisch, und Pimsleur unterrichtet Japanisch auf Englisch. Bei italki filterst du nach gesprochener Sprache.

  • Was Apps nicht können

    Sie trainieren Wiedererkennen unter perfekten Bedingungen. Ergänze echtes Lesen, Hören mit Muttersprachlertempo und einen Menschen, der antwortet, sonst bleibst du im oberen Anfängerbereich stecken.

Fang heute kostenlos mit Japanisch an

Für deine erste Woche brauchst du kein Abo. Unsere Anfängerlektionen decken beide Kana-Tabellen, die Zahlen und die Wörter ab, die du wirklich benutzen wirst.

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